Startseite › MERSI bei Gedenkminute für ugandischen LGBT-Aktivisten David Kato

David Kato, einer der prominentesten Kämpfer für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in Uganda, ist am vergangenen Mittwoch von einem unbekannten Täter ermordet worden. In Uganda stehen homosexuelle Handlungen unter Strafe und Zeitungen machen mit der Veröffentlichung der Namen und Fotos von LGBT und Überschriften wie „Hängt Sie auf!“ gezielt Hetze gegen Aktivistinnen und Aktivisten. Kato und zwei andere Aktivisten hatten erst Anfang dieses Jahres erfolgreich gegen die ugandische Zeitung „Rolling Stone“ und ihre Kampagne geklagt.
Amnesty International fordert die ugandischen Behörden auf, die Umstände von Katos Ermordung glaubwürdig und unparteiisch aufzuklären. „Wir sind entsetzt von diesem schrecklichen Mord“, sagt Michelle Kagari, Deputy Director von Amnesty International Afrika. „Und wir sind sehr besorgt über das verdächtige Schweigen der ugandischen Regierung, wenn es um die diskriminierende Rhetorik gegen LGBT in diesem Land geht.“
MERSI Hamburg hatte bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen Hamburg im vergangenen Jahr die Dokumentation „Kuchus of Uganda“ präsentiert, in der neben anderen David Kato über seinen Kampf gegen Diskriminierung spricht. Die Nachricht von seinem Tod hat uns deshalb umso betroffener gemacht.
Am Dienstag, den 1. Februar, findet um 18 Uhr eine Gedenkminute für David Kato an der Langen Reihe, Carl-von-Ossietzky-Platz, statt.
Zur Website von Katos Gruppe SMUG (Sexual minorities of Uganda)
Zum Film „The Kuchus of Uganda“ bei YouTube (in fünf Teilen)